Präsentation einer Pressemitteilung des Umweltbundesamtes zur Feinstaubemission - Präsident Messner sorgt für Verunsicherung

Das Umweltbundesamt teilt in seiner Pressemitteilung zusammenfassend mit:

"2021 gab es in Deutschland erneut keine Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte. Der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO₂) von 40 µg/m³ Luft wurde voraussichtlich nur noch an ein bis zwei Prozent der verkehrsnahen Messstationen überschritten. Das zeigt die vorläufige Auswertung der Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (Stand 31.01.2022) von bislang rund 600 Messstationen. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA): „Die positive Entwicklung bei der Luftqualität der letzten Jahre setzte sich auch 2021 fort. Das ist erfreulich und zeigt, dass mit geeigneten und konsequent umgesetzten Luftreinhaltemaßnahmen viel zu erreichen ist. Allerdings muss man trotz dieser Erfolge berücksichtigen, dass die EU-weit gültigen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid vor mehr als 20 Jahren festgelegt wurden und dringend an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung angepasst werden müssen."

bei der Präsentation der Pressemitteilung durch den UBA-Präsident Messner wurde auf Rückfragen von Journalisten mehrere Vorschläge benannt, wie die Feinstaubemission künftig noch weiter gesenkt werden kann.

Dabei wurde, neben weiteren Vorschlägen, auch eine Reduktion der Emissionen aus  Festbrennstoff- und Holzheizungen benannt und auch die Förderwürdigkeit von Pelletsfeuerungen hinterfragt. Die gebotene Differenzierung der unterschiedlichen Holzfeuerungen fand in der Pressekonferenz keinen Raum.

Das ist schade, denn alle Beteiligten wissen, dass moderne Pelletsheizungen nicht nennenswert zur Feinstaubemission beitragen. Alle gut 600.000 Pelletsfeuerungen zusammen, die in Deutschland seit über 20 Jahren installiert wurden, machen 0,6% der Gesamtemission aus. Und die neuesten Geräte emittieren nur 1/10 der zulässigen Grenzwerte. Darüber hinaus werden Pellets hierzulade nur aus sowieso anfallenden Sägeresten produziert.

Es ist sehr bedauerlich, dass hier ein Nebenaspekt bei der Präsentation einer Pressemitteilung uneingeordnet so in den Vordergrund gestellt wird. Das sorgt bei der Entscheidung für ein zukunftssicheress Heizsystem für unnötige Verunsicherung und verzögert den Weg des Abschiedes von fossilen Brennstoffen.

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